Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.
[Dieter Hildebrandt, Kabarettist]
Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.
[Dieter Hildebrandt, Kabarettist]
Downloads zu aktuellen Themen.
Artikel in der NRZ
Hilden, 15.02.2009, Götz MIDDELDORF
Düsseldorfer Amtsleiter soll Landrat im Kreis Mettmann werden.
Mit Manfred Krick steht seit Samstag auch offiziell der Spitzenkandidat der Kreis Mettmanner SPD für die Kommunalwahl fest. Der Leiter des Düsseldorfer Garten- und Friedhofsamtes kandidiert gegen Amtsinhaber Thomas Hendele (CDU) für den Posten des Landrates. Auf dem Kreisparteitag stellte der Mettmanner in einer Rede zehn Themenbereiche vor, die für ihn am wichtigsten sind. Dazu zählen Gesundheit und Soziales, Langzeitarbeitslosigkeit und Armut, Integration, Wirtschaftsförderung und Kreismarkerting.
Mit stehenden Ovationen, einem Blumenstrauß und mit einem einstimmigen Nominierungs-Ergebnis (89 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen) dankten die Delegierten aus den zehn Städten des Kreises.
Manfred Kirck führt auch die Reserveliste der Kreis-SPD an. Auf Platz 2 folgt Fraktions-Chef Udo Carraro (Haan), gefolgt von Berndt Hoffmann (Ratingen), Stephan Schnitzeler (Velbert), Elke Thiele (Hilden). Die Plätze 6 bis 11 belegen: Manfred Schulte (Langenfeld), Jürgen Bullert aus Monheim (ihm unterlag der Monheimer Parteifreund Werner Goller in einer Kampfabstimmung um diesen Listenplatz), Paul Söhnchen (Erkrath), Monika Dinkelmann (Mettmann), Ingmar Janssen (Heiligenhaus), Axel Welp (Wülfrath).




Bilder von Erhard Koch (Privatarchiv)
Artikel in der NRZ, Lokalteil Erkrath, am 15.01.2009 veröffentlicht.
ERKRATH. Noch ist die Sanierung des Hochdahler Marktes nicht vom Tisch. SPD und BmU unternehmen einen weiteren Anlauf, CDU und FDP von einer preiswerteren Variante zu überzeugen. Die beschlossene Luxussanierung sei die teuerste und verändere das gewohnte und beliebte Erscheinungsbild des Marktes. Außerdem lehnten die Hochdahler sie ab. "Es ist völlig überzogen und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Stadt auch überhaupt nicht finanzierbar, diese Variante weiter zu verfolgen", so SPD-Frkationschef Detlef Ehlert in seinem Antrag für die Ratssitzung am 21. Januar.
Die vorgesehene Runderneuerung des Marktes soll mehr als 1,2 Millionen Euro kosten - Geld, das Erkrath besser in die Schulen stecken sollte, fordert Ehlert.
Anlieger des Hochdahler Marktes lehnen die Pläne glatt ab - das haben sie bereits mehrfach geäußert, nicht zuletzt in einer Bürgerbeteiligung im vergangenen Mai.
Anwohner sind dagegen
Ihre Forderung: Die Stadt soll das marode Pflaster austauschen, mehr nicht. Und das bitte nicht auf Kosten der Anlieger. Geld für neue Möbel - Lampen, Mülleimer, Bänke, Kinderspielzeug - wollen die meisten Menschen am Hochdahler Markt nicht ausgeben. Will die Stadt diese Verschönerung, soll sie auch dafür aufkommen, so die Auffassung vieler. Die Verwaltung hält es nicht für möglich, das Pflaster zu sanieren, und nicht für sinnvoll, es einfach auszutauschen.
40 Prozent der Kosten für die Sanierung will die Stadt zahlen, die verbleibenden 60 Prozent sollen auf die Wohnungs- und Grundstückseigentümer umgelegt werden. Einige von ihnen haben bereits angekündigt, sich gerichtlich dagegen wehren zu wollen.
Die Ratssitzung beginnt am 21. Januar um 17 Uhr in der Stadthalle und ist öffentlich. Der Hochdahler Markt steht als Punkt 7.2 auf der Tagesordnung. (Susanne Zimmermann)
Artikel in der RP, Lokalteil Erkrath, am 31.12.2008 veröffentlicht.
Die Hochdahler SPD-Politikerin Edeltraud van Venrooy will ihre Aufgabe als ehrenamtliche Bürgermeisterin weiter ausüben. Aus familiären Gründen hat sie auf eine Kandidatur für den hauptamtlichen Job verzichtet.
Edeltraud van Venrooy wollte nicht noch einmal gegen Arno Werner (CDU) antreten und für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters kandidieren. Aus familiären Gründen. Das heißt aber nicht, dass die Hochdahler SPD-Frau ihr Amt als stellvertretende Bürgermeisterin aufgeben möchte. „Das wissen die Leute aber gar nicht. Die meinen, ich wollte mich jetzt ganz zurückziehen.“ Das Gegenteil ist der Fall. Als stellvertretende Bürgermeisterin (seit 1999) will van Venrooy in der nächsten Ratsperiode gerne weiter für die Bürger da sein.
In den letzten Jahren hat die Hochdahlerin verstärkt festgestellt, dass es Frauen schwerer haben, sich im politischen Geschäft durchzusetzen. „Es reicht nicht, sich im Ausschuss darzustellen. Man muss bei Vereinen und in der Bevölkerung auf die Menschen zugehen.“ Der Arbeitsaufwand sei enorm.
Regierungsrätin beim Finanzamt
Als Regierungsrätin im höheren Dienst der Finanzverwaltung NRW in Hilden, dem Dienststellenleiter direkt unterstellt und Leiterin von zwölf Mitarbeitern, sei sie es gewohnt, sehr gründlich zu arbeiten. Zu ihrem Aufgabengebiet gehört die Betreuung von Kapitalgesellschaft, 2700 Unternehmen im SüdKreis Mettmann, die Diplom Finanzwirtin befasst sich mit internationalem Steuerrecht, mit der Besteuerung von Vereinen, Städten, Gewerkschaften und Stiftungen. 1991 war sie im Rahmen der Aufbauhilfe in Brandenburg Geschäftsstellenleiterin im Finanzamt Potsdam-Stadt.
„Das Prinzip der Gründlichkeit übertrage ich auch auf die Politik“, betont Edeltraud van Venrooy. „Ich habe nichts durch mein Parteibuch erreicht. Ich musste mir immer alles selbst erarbeiten.“ Und auch ihre Aufgabe in der Familie, in der sie derzeit besonders gebraucht wird, nimmt sie gewissenhaft wahr. Da bleibt keine Zeit, um den hauptamtlichen Posten des Bürgermeisters anzustreben.
Ihre Aufgaben als Ratsmitglied will sie keinesfalls vernachlässigen. Zu bisherigen politischen Erfolgen zählt sie das Bürgerbüro am Hochdahler Markt. Auch hinter den Weiterbau der L 403n habe sie sich geklemmt, sei beim zuständigen Minister vorstellig geworden, habe eine Anfrage an den Landtag auf den Weg gebracht. Auch auf ihren Druck hin seien die Gelder zur Verfügung gestellt worden, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin. Schließlich liege ihr die Entlastung von Alt-Hochdahl am Herzen. Es müsse endlich etwas zur Verbesserung des Wohnumfeldes an der Hauptstraße getan werden, betont Edeltraud van Venrooy, SPD-Sprecherin im Ausschuss für Planung. Für die Bürger der Sandheide hofft die Politikerin, dass ihnen die Frist über den 8. Januar 2009 hinaus verlängert wird, um sich zu ihren Vorstellungen angesichts der Umgestaltung zu äußern. Mit Hilfe eines „Masterplans Neandertal“ sieht sie die Möglichkeit, langfristig auch nach neuen Lösungen für das Kleingewerbe nördlich der Hochdahler Straße zu suchen. (Monika Spanier)
© RP ONLINE GmbH 1995 - 2009
Alle Rechte vorbehalten
Artikel in der NRZ, Lokalteil Erkrath, am 23.07.2008 veröffentlicht.
ERKRATH. Für seine gut 78 Jahre hat sich der Neandertaler vis a vis des Museums prima gehalten: breite Schultern, schmale Hüften, grimmiger Blick - alles sehr macho. Über Schönheit und Wert des alten Jungen lässt sich trefflich streiten. Denkmalwürdig sei er jedenfalls nicht, urteilte jetzt das Rheinische Amt für Denkmalpflege (die NRZ berichtete). Seitdem bekommt der Neandertaler Solidaritätsbekundungen von vielen Seiten.
Zwar ist die Figur dem Zweckverband Neandertal nicht modern genug - der Urmensch war längst nicht so affenähnlich, wie Künstler Franz Moch ihn dargestellt hat. Dennoch will ihn aktuell offenbar niemand von seinem angestammten Platz vertreiben. Doch das Votum des Denkmalamtes ruft seine Freunde auf den Plan. So will der Verein "Die Erkrather" die Skulptur vehement verteidigen: Sie ist über Jahrzehnte beliebtes Fotomotiv und ziert Ansichtskarten aus dem Tal. Die Erkrather, die eine Unterschutzstellung beantragt hatten und nun einen Korb kassierten, wollen den alten Gesellen weiter pflegen, versprechen sie. Er steht auf Erkrather Grund und ist ein Stück der Stadtgeschichte.
Auch die Sozialdemokraten hat das vernichtende Urteil getroffen. Im Internet startet der Hochdahler Ortsverein eine Aktion "Kein Liebesentzug für den Neandertaler". Humorig stellt die SPD die Frage, die wohl Lehrer Bommel in der "Feuerzangenbowle" gestellt hätte: "Da stelle' mer uns mal janz dumm und fragen, wat is en Denkmal?" Die SPD hat sich schlau gemacht und einen Blick in den Brockhaus geworfen. Dort heißt es: Ein Denkmal ist ein zur Erinnerung an bestimmte Personen oder Ereignisse errichtetes Werk. Von ausreichenden künstlerischen Eigenschaften steht da nichts zu lesen - genau die hatte das Denkmalamt bei Neandi vermisst. Anders als die amtlichen Bedenkenträger, sehen die Hochdahler Sozialdemokraten die Kriterien erfüllt: Für unzählige Menschen hänge Erinnerung an der Statue. "Daher hat der steinerne Neandertaler weiterhin unsere ganze Liebe - mit und ohne amtliches Zertifikat über seine kulturhistorische Bedeutung", so der Ortsverein. Er lässt auf seiner Internetseite http://www.spd-hochdahl.de/ über den Neandertaler abstimmen. Wer ihn gar nicht mag, darf gar dafür stimmen, ihn zu entfernen. So weit wird es kaum kommen. (Susanne Zimmermann)

Rheinische Post vom 17. Juli 2008
VON JÜRGEN FISCHER
Erkrath (RP) Das Rheinische Amt für Denkmalpflege lehnt eine Unterschutzstellung der Figur im Neandertal ab. Die Hochdahler SPD startet eine Imagekampagne für den Beton-Gesellen. Statue ohne wissenschaftlichen Wert.
Die Statue des Neandertalers am Zentralparkplatz im Tal ist kein Denkmal. Zu diesem Urteil kommt Dr. Sabina Gierschner, Oberkonservatorin beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege in Pulheim. Damit schließt sie sich dem Urteil der Unteren Denkmalbehörde in Erkrath an, welches die Statue ebenfalls als nicht denkmalwürdig eingestuft hatte.
Zwei Anträge aus Erkrath wurden bei der Unteren Denkmalbehörde im Januar eingereicht, berichtete gestern der Chef der Denkmalbehörde in Erkrath, Tiefbauamtsleiter Helmuth Hentschel. Bei einer ersten Prüfung schon kam die Erkrather Denkmalschützerin Dagmar Kuntner zu der Einschätzung, dass die seit 1930 im Neandertal stehende Figur nicht die Eigenschaft eines Denkmals besitzt.
Kommission begutachtete Figur
Dem schloss sich jetzt die Pulheimerin Gierschner an. Über die Neandertaler-Figur sei in der Denkmalkommission am 20. Juni diskutiert worden. Dabei sei Einigkeit hergestellt worden, dass die Figur kein Denkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes sei. Gierschner erklärt in einem Schreiben an die Stadt Erkrath, das der RP vorliegt: „zum einen weist die Plastik keine ausreichenden künstlerischen Eigenschaften auf und ist gestalterisch einer das Volkstümliche karikierenden, eher trivialen, den touristischen Geschmack bedienenden Auffassung verpflichtet.“ Zudem verliere die Plastik mit dem Abriss der ihr einst gegenüber gelegenen Gaststätte Neanderhöhle ihren historischen Kontext. Als Einzelstück erfülle es nicht die vom Denkmalschutz geforderten Kriterien zur Unterschutzstellung.
Tiefbauamtsleiter Hentschel legt dabei wert auf die Feststellung, dass seine Erkrather Behörde den Neandertaler als Denkmal nicht „abgelehnt“ habe. „Wir sagen nur: Die Kriterien sind erfüllt oder sie sind es nicht.“
Die Erkrather SPD hat nach dieser Ablehnung ihr Herz für den steinernen Neandertaler entdeckt. Robert Himmrich, Sprecher der Hochdahler, sieht den „Liebesentzug“ durch die Denkmalschützer als nicht gerechtfertigt an. Dies habe der Neandertaler „nicht verdient“. Auf ihrer Homepage betreibt die Hochdahler SPD nun Imagewerbung. Besucher der Seite können abstimmen, ob sie zu dem Neandertaler halten oder nicht.
Ein „Denk mal“
Die SPD beruft sich dabei auf das Lexikon Brockhaus, in dem stehe: Ein Denkmal sei ein zur Erinnerung an bestimmte Personen oder Ereignisse errichtetes Werk. Und an dem steinernen Neandertaler hängen nun einmal für viele Menschen aus nah und fern jede Menge Erinnerung – unter anderem in ungezählten Erinnerungsfotos. Himmrich wörtlich: „Wenn das kein ,Denk mal’ im wörtlichen Sinne ist!?“
Artikel in der NRZ, Lokalteil Erkrath, am 15.07.2008 veröffentlicht.
ERKRATH. Seit 1930 hat der urige Neandertaler seinen Standort unten im Neandertal. Auf Erkrather Stadtgebiet wohlgemerkt, nicht auf Mettmanner Gebiet wie das auf der anderen Straßenseite liegende Museum. Der lebensgroße, steinerne Neandertaler war und ist für viele Besucher immer noch das Sinnbild für das Tal, in dem 1856 von dem Wuppertaler Naturforscher Carl Fuhlrott Knochen des Urmenschen gefunden wurden. Doch das Rheinische Amt für Denkmalpflege mag unseren Neandi nicht. Denn die Beton-Skulptur des Höhlenmenschen, der sich lebensgroß auf eine Keule stützt, hat die Prüfung zum "Denkmal" nicht bestanden.
Das Urteil fiel dabei wenig schmeichelhaft aus. Eine Kommission des Denkmalamtes befand, dass "die Plastik keine ausreichenden künstlerischen Eigenschaften aufweist und gestalterisch einer das Volkstümliche karikierenden, eher trivialen, dem touristischen Geschmack bedienenden Auffassung verpflichtet ist".
Der Neandertaler hat seinen Standort seit 1930 gegenüber des vor zwei Monaten abgerissenen Traditions-Hotels "Neanderhöhle". Erschaffen wurde er vom Bildhauer und Maskenbildner Franz Moch aus Hochdahl. Er erhielt von Adolf Becher, dem damaligen Hotel-Besitzer, den Auftrag, einen Neandertaler zu modelieren. Beide hatten 1926 auf der Düsseldorfer Ausstellung "Gasolei" eine Neandertaler-Figur gesehen, die aber zu groß und furchterregend wirkte. Franz Moch fertigte nun einen eigenen Neandertaler an. Als Grundlage nutzte er Abgüsse der im Neandertal gefunden Skelettteile und Berichte von Carl Fuhlrott. "Es wurde nach den zu dieser Zeit letzten Erkenntnissen eine fortschrittliche Arbeit", sagte einst der inzwischen verstorbene Hochdahler Heimatforscher Lothar Eulner. "Seit Generationen wird der steinerne Neandertaler hier bewundert und wurde zum meistfotografierten Objekt des Neandertalers." Für Eulner war es "schon fast ein Vergehen, sich nicht mit ihm fotografieren zu lassen".
Der Zweckverband Neandertal scheiterte 1996 auf öffentlichen Druck mit seinem Plan, die Steinfigur von ihrem prominenten Standort zu entfernen und woanders "zu verstecken". Damaliges Argument: Der Neandertaler sei nicht mehr zeitgemäß, weil er nach neuesten Erkenntnissen anders ausgesehen habe. (Götz Middeldorf)
Erkrath - Pflaster muss 30 Jahre halten
Erkrath (RP) Umweltausschuss-Vorsitzende Sabine Schimke zur Sanierung des Hochdahler Marktes. Wegen der offenen Fragen auch zum Thema Finanzen rät sie dazu, morgen noch keine Entscheidung zu treffen.
Die Sanierung des Hochdahler Marktes beschäftigt morgen (17 Uhr, Bürgerhaus Hochdahl) den Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr. Die Verwaltung wird über die Ergebnisse der Bürgeranhörung berichten und fordert von den Politikern einen Auftrag zur Weiterführung des Projektes. In den vergangenen Wochen hat Sabine Schimke (SPD), die Vorsitzende des Ausschusses, zahlreiche Gespräche mit Bürgern geführt.
Glauben Sie, dass morgen eine Entscheidung getroffen werden kann? Schließlich will die Verwaltung erst noch über das Ergebnis einer Baugrunduntersuchung und eines Gutachtens über die Umlagefähigkeit nach dem Kommunalen Abgabengesetz berichten.
Schimke Wir sollten uns unbedingt noch etwas Zeit lassen und noch nicht am 17. Juni entscheiden. Wir planen hier für die nächsten 25-30 Jahre. Neben der von Ihnen angesprochenen Baugrunduntersuchung muss unbedingt vor einer Entscheidung festgestellt werden, welche Kosten wirklich entstehen. Abgesehen davon, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso die Verwaltung von einem Verteilungsschlüssel 40:60 (Stadt/Anlieger) ausgeht, obwohl es sich hier um einen Platz mit zentraler Bedeutung für die ganze Stadt handelt, ist es doch entscheidend von der Realisierungsvariante abhängig, ob Kosten über die Anlieger abgerechnet werden können. Bürger haben vielfach erklärt, dass sie ein neues Pflaster wünschen.
Welchen Standpunkt vertreten Sie?
Schimke Nach vielen Gesprächen bin ich überzeugt, dass nur ein neues Pflaster gewünscht wird. Es muss gut begehbar, rutschfest und von hoher Qualität sein. Besonders für Ältere und für Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, ist solch ein Pflaster wichtig. Ansonsten finde ich den Hochdahler Markt mit seiner jetzigen Atmosphäre sehr gelungen und erhaltenswert. Die Vorschläge für eine neue Möblierung des Marktes sind auf Kritik gestoßen. Die Bürger wollen weder neue Lampen noch Wasserspiele.
Welches Ziel strebt Ihre Fraktion an?
Schimke Die vorhandenen Lampen sollen bleiben. Sie sind noch relativ neu und passen von ihrer Art besser zum Hochdahler Markt als die modernen, von den Planern vorgesehenen Lampen. Bei dem Thema Wasser würden wir es bevorzugen, wenn der alte Brunnen wieder aktiviert werden könnte. Wenn das nicht möglich ist, verzichten wir lieber auch auf die Wasserspiele, die letztendlich nur wieder zu erhöhtem Pflegeaufwand führen. Wichtig ist für meine Fraktion die Forderung nach einer öffentlichen Toilette. Neue Papierkörbe und eventuell die eine oder andere neue Bank sind wünschenswert. Das Krefelder Büro hat drei Pläne vorgestellt, die sich nicht sonderlich unterscheiden.
Wie hätten aus Ihrer Sicht Alternativen aussehen müssen?
Schimke Ich bin sehr enttäuscht über die vorgestellten Planungen. Ich habe erwartet, dass uns drei wirkliche Varianten vorgestellt werden, die unterschiedliche Veränderungsmöglichkeiten aufzeigen. Also in etwa: Nur Pflaster austauschen, leichte Veränderungen in der Gestaltung und Ausstattung und komplett neue Planung. Dies hätte auch zu unterschiedlichen Kostenkalkulationen führen müssen. Jetzt haben wir eine Planung mit drei leicht veränderten Varianten, die alle das gleiche kosten sollen. Das war nach meiner Meinung nicht unser Auftrag.
Welche Chancen sehen Sie zur Erhaltung des Baumbestandes?
Schimke Erst einmal möchte ich sagen, dass die Bäume sehr schön sind. Sie passen zum Hochdahler Markt, sind gesund und haben gerade eine gute Größe erreicht. Sollte wirklich der eine oder andere Baum stören oder nicht standfest sein, so möchte ich dies erst einmal detailliert von der Verwaltung aufgezeigt bekommen. Bei der Sanierung haben wir eine gute Möglichkeit, die Standfestigkeit zu erhöhen, indem wir den Bäumen größere Pflanzflächen geben. Ich glaube, dass mit einem besseren Konzept für die Marktstände bei bestehender Baumordnung der Wochenmarkt attraktiver werden könnte. Also, die Bäume sollten erhalten bleiben.
Monika Spanier stellte die Fragen.
| Besucher: | 128305 |
| Heute: | 8 |
| Online: | 6 |
01.09.2010 19:28 Sparpläne gefährden soziale Balance
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Sparpakets die Halbierung der Städtebauförderung von rund 600 auf 300 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Eine Kürzung um 50% - das ist das Aus für viele Sanierungsvorhaben und Quartiersmanagements.
25.08.2010 18:40 Koalition reagiert endlich auf Datenschutzskandale
Nach dem Gesetzentwurf der Koalition wären die heimlichen Überwachungspraktiken, die Lidl, die Deutsche Bahn oder Burger King letztes Jahr für ihre Beschäftigen verwendet haben, erfreulicherweise nicht mehr erlaubt, dafür können Beschäftigte jetzt um so intensiver offen und permanent überwacht werden.
19.08.2010 17:00 Röslers Gesundheitspolitik ist sozial ungerecht und verantwortungslos
Mit dem Säumniszuschlag von bis zu 225 Euro pflückt die schwarz-gelbe Bundesregierung auch das letzte soziale Feigenblatt von den Zusatzbeiträgen.
13.08.2010 18:39 Chipkarte ist kein Ersatz für kostenfreie Kitaplätze
Die Chipkarte ist kein Ersatz für den gebührenfreien Zugang zu Bildungseinrichtungen. Viel wichtiger ist es, dass endlich ausreichend Kitaplätze und vor allem eine schrittweise Gebührenfreiheit für die frühkindliche Bildung geschaffen werden.
12.08.2010 17:06 Schluss mit den Steuersubventionen für Niedriglöhne
Elf Milliarden Euro mussten allein 2009 aufgewandt werden, um Niedrigstlöhne durch ergänzende ALG-II-Leistungen aufzustocken. Damit muss endlich Schluss sein. Der Steuerzahler darf nicht länger die Geiz-ist-geil-Mentalität der Unternehmen subventionieren.
Ein Service von info.websozis.de